… das hier sollte euch zu denken geben:
Bekomme ich jetzt bitte mein VDSL?
… das hier sollte euch zu denken geben:
Bekomme ich jetzt bitte mein VDSL?
Heute der Kontroll-Anruf bei T-Home, um zu sehen ob sich mittlerweile was getan hat. Das war grade einer der aufschlussreichsten und gleichzeitig dümmsten Anruf jemals, denn ich habe folgendes erfahren:
Meine Buchungungen erzeugen immer einen PESA-Fehler, weil ich kein Rechnung Online habe. Ich habe kein Rechnung Online, weil im System keine T-Online Email-Adresse vorhanden ist. Ich habe keine T-Online Email-Adresse, weil ich keinen T-Online Zugang habe. Ich habe keinen T-Online Zugang, weil meine Buchungen immer einen PESA-Fehler erzeugen.
Der Grund für die Annahme, dass genau das mein Problem ist, kam während des Gesprächs. Die Dame sagte mir, dass es Rechnung Online nicht gebucht werden könne, weil es einen Fehler mit der Rechnungsaddresse gäbe. Die obige Erkenntnis traf mich dann eine Nano-Sekunde später, gefolgt von schwersten Gehirn-Krämpfen. Nachdem ich mich wieder erholt hatte und ihr meine These präsentierte, wurde es mir genau so von ihr bestätigt.
Ich hätte jetzt gerne eine Ampulle Morphium und endlich meine großen, roten Knopf.
Lange ist’s her, dass ich von meinen Hotline-Eskapaden berichtet habe. Das liegt wahrscheinlich an der Monotonie der Geschehnisse, konkret gesagt:
Anruf – Buchung – PESA-Fehler – Fluchen – Anruf – Buchung…
Mittlerweile war es sogar mir zu langeweilig geworden, darüber zu schreiben. Ab und zu kam dann mal wieder ein neuer T-Online PIN an, aber immer erst nachdem ich schon wusste, dass der dazugehörige T-Online Zugang sowieso längst gekündigt worden ist.
Die Hotliner wurden irgendwann auch darüber informiert, das es tatsächlich mehrere Leute mit diesem Problem gibt, und dass der PESA-Fehler absolut nicht nur ein einziges Mal auftauchen kann. Es wurde sogar ein Team gebildet, dessen Aufgabe ausschließlich das Suchen, Finden und Beheben dieses Problems ist. Offensichtlich bis jetzt ohne Erfolg.
Warum ich mich trotzdem dazu hinreissen lasse, mal wieder von meiner Frustration zu berichten? Im Briefkasten lag heute wieder ein Brief von der T-Com, in welchem mir zu meiner Bestellung von “Entertain Comfort” (formerly known as “T-Home Complete”) gratuliert wurde. Auch wenn das erst der Zweite war, nach dem Ersten der tatsächlich damals zu einer (nicht funktionierenden) Aufschaltung geführt hat, wusste ich anhand des Datums schon, dass die Systeme der T-Com nur abermals ihre Schadenfreude ausleben wollten, denn bei dieser Buchung hatte der PESA-Fehler auch zugeschlagen.
Der angerufene Hotliner konnte die Fehlermeldung nicht so ganz interpretieren, aber die kurz darauf kontaktierte Team-Leiterin wusste nach einer kurzen Recherche was bei mir das Problem ist:
Der PESA-Fehler tritt auf, weil sie kein “Rechnung Online” gebucht haben.
Oookay, bitte WAS?! Nur weil ich meine Rechnung, für den Anfang zumindest, in Papierform erhalten möchte, und nicht von vorneherein die optionale(!) Rechnug in digitaler Form gebucht habe, kann bei mir kein Anschluss geschaltet werden?
Wer denkt sich so eine Scheisse aus? Und viel schlimmer, warum bekommt man das nicht gesagt? Warum hat mich in den über 100 (in Worten: Einhundert) Gesprächen niemand darauf hingewiesen? Warum wurde jedesmal neu gebucht – wenn denn mal gebucht wurde – und einfach abgewartet ob der Fehler wieder Auftritt. Und das er auftritt war die einzige Sache, auf die ich mich verlassen konnte.
Genau heute vor vier verdammten Monaten habe ich meinen Fuss in den T-Punkt gesetzt und das damals noch sogenannte “T-Home” bestellt. Seit dem gab es eine Umfirmierung, ein Produkt-Rebranding, einen Tarif-Wechsel, sechs gekündigte Zugänge, drei verschwundene Aufträge, einhundertundsechs mitgezählte Telefonate, unzählige nicht mitgezählte, mindestens drei Dutzend Rückruf-Versprechen, sechs tatsächliche Rückrufe, ein Drittel aller geführten Gespräche ging bis zu den “Unberührbaren” im Second Level in Kiel, sechzehn Anrufe beim Beschwerde-Management, ein einziges Mal ein Ergebnis dieser Anrufe, Telefon-Rechnungen in Höhe von mehreren Hundert Euro, ein MBit ADSL, null VDSL…
…und es ist noch nicht zuende.
Nachtrag: Warum muss ich auch immer Recht haben? Hier ist der zweite Teil.
Jaja, Hotlines mal wieder. Heute sind 4 Wochen seit meinem ersten Anschlusstermin vergangen, 4 Wochen seit die irrtümliche Stornierung meiner VDSL Leitung beauftragt wurde, 4 Wochen in denen ich nichts anderes als “Geduld haben, Storno hängt im System” gehört habe.
Anfang der Woche habe ich abermals ein zwei einige ausführliche Gespräche mit den verschiedensten Hotlines gehabt: T-Home sagte mir, dass sie auf die Rückmeldung zum Rückbau meiner Leitung von der T-Com warten, T-Com sagte mir, dass die Meldung dazu am 04.07. an T-Home rausgegangen ist, T-Home sagt mir, dass der Storno-Auftrag in ihrem System hängt, aber ein Techniker meinen Datensatz manuell bereinigt – der wohl mittlerweile Zwangzigste in diesen 4 Wochen, aber so inkompetent können die doch gar nicht sein?
In den 2nd Level Support in Kiel (“die Unberührbaren”) komme ich mittlerweile durch einfaches danach Fragen, ich wurde schon von Hotlinern schon gefragt ob ich vielleicht “ein Kollege” wäre, und selbst in Kiel wird mir angeboten, dass ich mit einem Teamleiter verbunden werde, ohne dass ich danach frage. Besser könnte es auf der kommunikativen Ebene eigentlich nicht laufen, ich hatte sogar fast schon geglaubt, dass es tatsächlich an den Systemen und deren (nicht-menschlichen) Schnittstellen liegt, dass alles so lange dauert…
Am Montag wurde mir zum unzähligsten Male versichert, dass mein Anschluss unverzüglich neu beauftragt wird, sobald die Stornierung der Leitung endlich durchgelaufen ist. Des weiteren hieß es unverbindlich, dass dies wohl bis zum Wochenende geschehen werde, und man sich bei mir deswegen melden würde.
Warum muss ich dann heutigen Samstag wieder selber dort anrufen und erfahren, dass die Storno schon am Dienstag abgeschlossen wurde, und ausserdem immer noch nichts Neues beauftragt wurde?
Ich bin offline. Seit 5 Tagen. Dabei lief doch plötzlich alles so wunderbar. Am Donnerstag morgen rief mich der T-Com Disponent an und wollte ankündigen, dass am Freitag ein Techniker rausfahren würde, um meinen ISDN-Anschluss aufzuschalten. Ohne viel Überzeugungsarbeit konnte ich ihn dazu bringen, dass er den Job doch einfach dem Techniker gibt, der heute auch irgendwann mein VDSL anklemmen soll, wenn’s denn noch in den Terminplan passt. Gegen 14:00 Uhr rief mich der Techniker an, dass er jetzt auf dem Weg zu meinem Schaltkasten wäre. Ich machte mich also auf nach Hause um das neue VDSL-Modem anzuschließen, damit er die Leitung dann durchmessen könnte. Beim einparken sah ich ihn schon an den geöffneten Kästen rumfummeln, bin also hin, hab ihm kurz gesagt dass es sich um meinen Anschluss handelt, und dann in der Wohnung die Hardware ausgewechselt.
Wieder draussen am Schaltkasten teilte er mir dann mit, dass jetzt alles angeschlossen wäre, aber weder ISDN noch VDSL richtig funktionieren würden. Wegen dem ISDN wollte er sich gleich aus der Vermittlungsstelle melden, wenn er dort das Problem behoben hat, aber beim VDSL gäbe es wohl ein Problem mit dem Auftrag, es würde sich schon auf dem Tisch des Teamleiters befinden, und der würde sich umgehend darum kümmern und mich benachrichtigen. Falls ich am nächsten Vormittag noch nicht online wäre, solle ich mal die Hotline anrufen und nachfragen. Er rief dann auch wenig später zwei mal aus der Vermittlungsstelle an, ich sollte jetzt raus telefonieren können, aber angerufen werden könnte noch nicht funktionieren weil die Änderungen erst über Nacht im System aktiv werden. Das Anrufen konnte ich leider nicht direkt testen, da ich mittlerweile wieder in der Firma war. Als ich abends zuhause war klappte es aber nicht.
Es wurde dunkel, es wurde wieder hell, und es war Freitag. Ich wartete geduldig bis 11:00 Uhr, aber mein Server war nicht von Aussen zu erreichen. (Ich hatte alles schon vorbereitet, ich hätte definitiv gemerkt wenn die Kiste wieder online gekommen wäre.) Also rief ich die T-Home Hotline an.
Aus irgendeinem Grund war mein T-Home Auftrag storniert worden, aber niemand konnte mir sagen warum. Der Teamleiter würde sich aber schon darum kümmern und mir sofort Bescheid sagen, sobald er erfährt, warum das passiert ist. Um 14:00 Uhr und um 16:30 Uhr das gleiche. Zwischendurch setzte ich dann noch online eine Störungsmeldung wegen meinem ISDN ab, allerdings ohne damit zu rechnen das sich ernsthaft jemand darum kümmert. Wer brauch schon Telefon. Um 18:00 Uhr wollte ich dann eben mal den Teamleiter sprechen, oder, wie ich dann feststellte, die Teamleiterin.
Sie versicherte mir, dass man an dem Problem arbeiten würde, aber keine näheren Angaben geben könne, da es an den 2nd Level Support in Kiel weitergeleitet worden wäre. Diese würden natürlich mit Hochdruck daran arbeiten und sich bei mir melden, sobald sie etwas wüssten, bis 22:00 Uhr würde dort gearbeitet.
Um 21:45 Uhr rief ich wieder dort an, da sich niemand bei mir gemeldet hatte. Den Hotliner überrollte ich direkt ohne Vorspiel und ließ mich zur Teamleiterin durchstellen. Sie konnte mir keine Informationen geben, dass könnte jetzt nur noch der 2nd Level Support. Also bat ich sie, mich dort hin durchzustellen. Könne sie nicht, dürfe sie nicht. Die würden sich bei mir melden. Ich machte ihr klar, dass ich seit eineinhalb Monaten noch auf versprochene Anrufe von diversen Kollegen warte, und nicht davon ausgehen würde, dass mich irgendwer im Bezug auf dieses Problem zurückruft. Ausserdem ließ ich sie wissen, dass es mir so unaussprechlich egal wäre warum das passiert wäre. Ich wolle nur wissen was der aktuelle Stand der Dinge ist. Und dann errang ich eine kleinen Sieg für mich…
Ich: Und was ist, wenn mich morgen jemand genauso anruft wie in den letzten 6 Wochen sämtliche andere Kollegen, nämlich garnicht?
Sie: Es wird sie morgen garantiert jemand aus Kiel anrufen.
Ich: Und wenn nicht? Das sind doch jetzt nur Beteuerungen getreu ihrem Handbuch. Ich setze ihnen eine Deadline bis 11:00 Uhr, oder sonst …
Sie: Okay, ich vermerke jetzt hier bei ihnen, dass sie direkt nach Kiel durchgestellt werden dürfen, wenn sich bis 11:00 Uhr niemand bei ihnen gemeldet hat. Das steht unter der Bearbeitungsnummer <XXXXXXXX>.
Ich: Öh, okay! Schönen Abend dann noch.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Wochelang nur durch eintönige Warteschleife und die immer gleichen Un-Aussagen weitergereicht werden, und dann tatsächlich bis zum Innern Heiligtum vordringen zu dürfen. Balsam für die Seele.
Ich wartete sogar großzügig bis 12:00 Uhr, bevor ich die Nummer der Hotline wählte. Die Dame am anderen Ende wollte mich nicht nach Kiel durchstellen. Ich nannte ihr die Bearbeitungsnummer und bat sie, sich den Hinweis dort durchzulesen. Sie legte mich in die Warteschleife und sprach mit Kiel. Nach ein paar Minuten war sie wieder dran und ließ mich wissen, dass es nichts bringen würde wenn ich die Freigabe zur Weiterleitung nach Kiel hätte, aber Kiel nicht mit mir sprechen wolle. Ich verlangte direkt nach der Teamleiterin oder wer auch immer heute Dienst hätte. Aber sie wollte erstmal wissen, worum es denn überhaupt gehen würde. So einfach würde ich nicht aufgeben, also erzählte ich ihr die Geschichte. Die ganze.
Sie bat mich um einen Moment Geduld, sie würde nochmal in Kiel anrufen und denen alles schildern. Nach ein paar weiteren Minuten in der Warteschleife hatte ich dann tatsächlich jemanden aus Kiel in der Leitung.
Er kannte meine Situation und teilte mir mit, dass es wohl ein technisches Problem mit der Leitung gegeben hätte, weswegen es zu der Stornierung des Auftrags von Seiten der T-Com gekommen wäre. Irgendwer hat da wohl verpasst mir das mitzuteilen. Dummerweise könnte die Leitung aber erst neu beauftragt werden, wenn die Stornierung komplett abgeschlossen ist – und das könnte von “ein paar Tage” bis zu “ein paar Wochen” dauern. Ich habe ihm klar gemacht, dass ich unmöglich auch nur “ein paar Tage” offline bleiben könnte.
Er verstand dass wohl sehr gut, denn er bat mir eine Übergangslösung an. Da man für die Beauftragung von ADSL nicht auf die Stornierung von VDSL warten müsse, könnte er veranlassen das ich in den nächsten Tagen auf ADSL aufgeschaltet werde und so eine 1 MBit Leitung auf ihre Kosten bekommen könnte, zumindest bis VDSL wieder beauftragt werden kann. Er würde das klären und mich bis spätestens 16:00 Uhr zurückrufen. Gut eine Stunde später, also noch weit von 16:00 Uhr entfernt, kam der Rückruf. Das mit dem ADSL würde klar gehen, ich könnte mir schonmal die Zugangsdaten notieren. Nur um eins bat mich, ich solle doch bitte keine Zusatzoptionen zu dem Tarif bestellen, da das dann von T-Online bezahlt werden müsste. Einen Moment lang habe ich ernsthaft darüber … Nein.
Der Samstag ging, der Sonntag kam. Der Sonntag ging, der Montag kam.
In der Firma bekam ich eine Email, dass der Status meiner Störungsmeldung wegen dem ISDN sich auf “In Bearbeitung” geändert hat. Jaja, scheißegal. Flickt lieber meinen Internetanschluss.
Am frühen Nachmittag dann ein Anruf von der T-Com, der gleich Techniker wie am Donnerstag. Er erkundigte sich nach meinem VDSL, und als er hörte warum es tot ist, teilte er mir mit, dass es mit dem ISDN wohl auch etwas länger dauern wird. Irgendwas scheint mit dem Verteilerkasten nicht zu stimmen, die Amtsleitung kommt zwar dort rein, aber geht dann nicht mehr raus zu meinem Anschluss. Der Kasten sei kaputt und müsse “neu gebaut” werden(!?). Das sei auch der Grund für mein Problem mit dem VDSL. Ahja, technische Probleme, hatte der aus Kiel ja auch gesagt.
Als ich eben nach Hause kam fand ich eine Brief von der T-Com. Darin sprach man mir sein Bedauern aus. Sein Bedauern über meine Entscheidung. Genauer gesagt, meine Entscheidung meinen Auftrag zu storniert zu haben.
ooohhhmmm … meine Wut ist ein kleiner Ball aus weissem Licht … ooohhhmmm
Ich hätte Lust die Kriminalitätsstatistik an sämtlichen Standorten der Telekom mit der Gleichung x = y² zu verschönern.
Der Brief war datiert auf den 28.06.2007. Der Tag, an dem der Anschluss bei mir geschaltet wurde. An diesem Tag soll ich den Auftrag storniert haben? Und die sollen dann wirklich so schnell reagiert haben, dass mir innerhalb von wenigen Stunden der Hahn wieder zugedreht wurde? Aber ihrem Techniker konnten sie nicht mehr sagen, dass er für den Anschluss nicht mehr rausfahren braucht?
Ein routinierter Griff zum Telefon, dieses Mal wieder die T-Com Hotline. Ich teile der Dame mit, dass letzten Donnerstag bei mir ISDN und VDSL geschaltet wurden, aber dass ISDN wegen einem technischen Problem nicht funktioniert, und dass VDSL wegen eines technischen Problems unglücklicherweise storniert wurde, ich aber schon VDSL haben will sobald es neu beauftragt werden kann – der Brief hätte mich etwas stutzig gemacht – ich wolle das nur klarstellen, damit es keine (weiteren) Mißverständnisse gäbe.
Sie redete kurz mit dem Backoffice um die Sache zu klären, kam zurück in die Leitung und verkündete mir:
Ihr Auftrag wurde storniert, weil sie eine Portierung zu Alice beauftragt haben.
Wenn ich einen großen roten Knopf hätte, dann wäre er grade gedrückt worden.
Ich war schon seit langem nicht mehr so verwirrt wie grade eben auf dem Weg zurück aus dem Knaack. Alles was heute zu einem interessanten Abend beigetragen hat endete ziemlich abrupt. Aber was mich am meisten verwirrt ist, dass es mir jedesmal egal war. Vielleicht liegt’s an der (zumindest für einen Abend im Knaack verhältnismäßig hohen) Menge an absurden Geschichten. Wo fange ich an?
Mein Führerschein war nicht mehr an de Gaderobe, sondern mittlerweile ins Büro gewandert. Da dort aber rege Geschäftigkeit herrschte, sollte ich beim Rausgehen nochmal fragen. Auf dem Weg nach draussen also gefragt, im Büro gab’s immernoch irgendwas warum ich den Führerschein jetzt nicht bekommen könne, ich solle doch am Montag mittags mal vorbeischauen. Egal.
Als ich in der Party-Etage war, kam Katharina, welche letzten Samstag meinen Führerschein gefunden hatte, direkt auf mich zu und wir haben uns kurz unterhalten. Nett, hübsch, definitiv eine würdige Finderin meines Führerscheins. Dann drehte sie sich mitten im Gespräch um und wurde nur noch den Abend über mit einem Albino-Emo (heutzutage auch “Metrosexueller” genannt) knutschend gesehen. Dann gibt’s eben nicht den versprochenen Finderlohn. Egal.
Nadine und Vanessa präsentierten sich als äussert selbstsicher. Dank Mike wussten die beiden von meinem Job bei diesem “internationalen Konzern”, welcher ab sofort das Opferlamm für ihre, vor allem Vanessas, ultra-links Anti-Globalisierungs-Predigt war. Die Diskussion ging von Kapitalismus über Globalisierung bis zu Anarchie, jedoch mit einer von ihrer Seite ausgehenden unglaublichen Engstirnigkeit und Intoleranz. Dann nahm die Diskussion aufgrund eines Kommentars meinerseits jedoch ein vorzeitiges Ende. Zu ihrer Engstirnigkeit, Intoleranz kann man guten Gewissens auch Humorlosigkeit rechnen. Was ist an “Manchmal muss man eben Abstriche machen, und das nicht nur als Frauenarzt” bitte so schlimm? Anscheinend hatte sie ihre Pulver aber noch nicht verschossen, nach ein paar Minute ging das Arbeitnehmer-Bashing dann weiter, bis sich zwei andere Typen sich auch noch an der Diskussion beteiligten. Anscheinend gute Freunde, beide langehaarig, normaler rockiger Klamotten-Stil. Der eine behauptete von sich, Kommunist zu sein, und der andere, dass er Nazi wäre. Ich hielt beides für einen Scherz, um Vanessa anzustacheln. Aber nur bis, aufgrund eine offensichtlich ernstgemeinten und sehr national-stolzen Aussage von einem der beiden, Nadines Bierflasche in Richtung von einem der Beiden flog. Dann kamen schon die Securitys und ich hatten keinen Bock mehr mich da irgendwo aufzuhalten oder zu beteiligen. Egal.
Aber wie haben wir die beiden überhaupt kennengelernt? Man hatte sich den ganzen Abend über in den verschiedenen Etagen gesehen, aber nichts eindeutiges war passiert. Kein offensichtliches Flirten, nur kurzer Augenkontakt wenn sich die Blicke grade kreuzten. Dann lief irgendwann das letzte Lied, das Licht ging an, und auf dem Weg nach draussen redete Mike noch kurz mit DJ Zab, während ich daneben stand und wartete. Dann kam Nadine.
Sie: Ich will mich hier nicht zum Hans machen, wir werden uns sowieso wahrscheinlich nicht wieder sehen, weil ich sonst nie hier bin.
Ich: Hans? Wieso Hans, was hast du vor? Ich will auch nicht Hans sein!
Sie: Okay, drei Fragen. Bist du treu? Hast du ne Freundin? Willst du küssen?
Ich: Muss ich die alle drei mit “Ja” beantworten, oder reicht eine? Also, in einer Beziehung bin ich treu. Ich hab keine Freundin. Knutschen ist immer super. Oh, da war kein einziges “Ja” drin. Hmm, Knutschen?
Ihr Vorschlag, dass wir zu den Sofas oder nach draussen bewegen könnten, war mir erstmal egal. Vorher galt es herrauszufinden, ob sich das Niederlassen zu so später Stunde übrhaupt lohnen würde. Tat es nicht. Man stelle sich den Pawlow-Versuch bildlich vor, weitere Abendplanung in diese Richtung gestrichen. Egal.
Alles sehr merkwürdig, aber sowas von egalestens.
Die große Freude über die Ankuft des ISDN NTBA, und später auch der Auftragsbestätigung mit zusätzlichen Informationen über meinen Anschluss inklusive der Liste meiner neuen Rufnummern, währte nicht besonders lange. Das der ISDN-Anschluss kommen würde war natürlich erfreulich, aber war da nicht noch was wegen T-Home und VDSL? Aus reiner Gewohnheit Vorsicht rief ich also zum mittlerweile bestimmt 20. 30. 40. 50. Mal bei der Hotline an, um mich über den Status der anderen Aufträge zu erkundigen…
Von einem T-Home Auftrag oder wenigstens VDSL stand nichts in meinen Daten – das wäre ja auch garnicht möglich, da bei mir kein VDSL verfügbar wäre. Aber ein 1 MBit ADSL Anschluss würde im System stehen. Deja vu? Jetzt nur noch 1 MBit, nichtmal mehr 2 MBit? Ich hab mich wie ein Schneekönig gefreut, dieses wunderschöne Gefühl der Bestätigung – abermals hatte ich Recht mit meinen Ankündigungen!
Ein kurzer Blick auf die Seite des Verfügbarkeits-Check für VDSL lieferte mir dummerweise das gleiche Ergebnis, kein VDSL verfügbar für meinen Anschluss. Nach der nächsten Vorstandsbeschwerde bei Beschwerdemanagement in Bonn wurde mir dann die Nummer des “PTI 12″ gegeben, die Hotline für Bauherren im Bereich Berlin Ost. Dort würde man mir sehr genau Auskunft über den aktuellen Ausbau-Status von VDSL für meinen Bezirk geben können.
Wenn die denn nicht leider auch im Streik wären. Tägliche Anrufe brachten mich immer wieder nur zur Vermittlung, wo mir dieses jedes Mal aufs neue mitgeteilt wurde. Man würde nur mit Notbesetzung arbeiten, ich soll doch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und dann würde man sich bei mir melden. Gesagt, getan, nichts von denen gehört.
Gestern laß ich dann voller Begeisterung auf Spiegel Online, dass es zu einer Einigung zwischen ver.di und der T-Com gekommen sei, damit wäre der Streik beendet. Anscheinend jedoch nicht für die Bauherren-Hotline. Nagut, einen Tag zum Abfeiern gab ich ihnen noch. Heute rief ich wieder dort an, bewaffnet mit den genauen Bedingungen der Einigung, aber leider half es nicht diese der freundlichen Vermittlungsdame als Beweis für das Ende des Streiks vorzutragen, damit die Herrschaften doch endlich mal als Telefon gehen würden. Es wurde vorgezogen weiterhin zu streiken, aus welchem Grund jetzt immernoch auch immer.
Aus lauter Verzweiflung überprüfte ich erneut die Verfügbarkeit von VDSL für meinen Anschluss …
Oha! Darf’s 25 oder lieber direkt 50 MBit sein? Jetzt gab’s plötzlich doch wieder VDSL für mich. Keine Zeit verschwendend rief ich also wieder mal die T-Home Bestell-Hotline an und erkundigte mich nach meinem nicht mehr existenten Auftrag. Da war zwar nichts im System zu finden, aber ich könne direkt bestellen wenn ich wolle, es wäre ja bei mir verfügbar. Um die Sache einfach zu halten hab ich das auch getan, und zwar ohne meinen Leidensweg zum wiederholten Male vorzutragen. Anschlusstermin: 28.06.2007 … einen Tag bevor mein ISDN Anschluss überhaupt geschaltet wird. Drüber solle ich mir keine Gedanken machen, dann würde eben am nächsten Tag nochmal versucht. Meine Antwort darauf: “Ich mache mir keine Gedanken. Ich mache mir jetzt schon ernsthafte Sorgen.”
Der bewährte Kontroll-Anruf bei der T-Com Hotline lies mich zwar wieder die neu gewonnene Fassung verlieren, dort stand immernoch etwas von einer (nie bestellten) 1 MBit Leitung, aber wenigstens die T-Home Hotline konnte mir die heutige Bestellung von 50 Mbit sofort bestätigen. Ausserdem würde es angeblich niemals passieren, dass es ein Auftrag ohne Benachrichtigung aus dem System verschwinden würde, nur weil sich die Verfügbarkeit ändert. Quod non erat demonstrandum.
Beängstigende Feststellung: In exakt einer Woche bin ich entweder überglücklich oder offline.
Update: Ich hatte grade die Auftragsbestätigung für T-Home im Briefkasten. 50 MBit, bitches! Eins muss man dem T-Klan also lassen, wenn -und das ist ein großes “wenn”- die endlich mal was auf die Reihe bekommen, dann geht’s wenigstens zügig.
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